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Westfalen-Blatt: zum Zugunglück

Bielefeld (ots)

Solange es den Faktor Mensch gibt, wird es Tragödien wie das Zugunglück von Bad Aibling geben. Die Alternative wäre, der Technik komplett die Kontrolle zu übertragen. Selbstfahrende Züge gibt es bereits, zum Beispiel in Nürnberg. Passiert ist bislang nichts. Technik ist nicht traurig, hat keine schlechte Laune, ist nicht müde oder abgelenkt. Kann sie auch Fahrdienstleiter ersetzen? Und wenn ja: Wollen wir das? Das Unglück von Bad Aibling wirft die Frage auf, wie weit der Mensch Technik vertrauen und welche Befugnisse er an sie übertragen will. Sie wird sich uns immer häufiger stellen - Stichwort selbstfahrende Autos. Sie kommunizieren mit anderen Fahrzeugen, bremsen autonom, verhindern Kollisionen. Im Flugzeug ist der Autopilot vermutlich aufmerksamer als der gestresste aus Fleisch und Blut. Die Technik machen zu lassen, würde Arbeitsplätze kosten und die Menschen ein Stück weit entmündigen. Wollen wir das wirklich? Besser nicht: Der Mensch muss die letzte Kontrolle behalten, auch wenn dadurch die Gefahr bleibt, dass er Fehler macht. Technik kann ausfallen, ein Mensch einen Aussetzer haben - so wie der Fahrdienstleiter in Bad Aibling. Der ist auch ohne Ermittlungsverfahren schon gestraft genug und wird seines Lebens nicht mehr froh.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

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