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Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten
Am Sonntag, 15. Oktober 2017, 19:30 Uhr vom BR im Ersten

München (ots) - Moderation: Natalie Amiri

Geplante Themen:

Österreich: Rechtsruck in der Alpenrepublik? / Wenn am Sonntag um 17 Uhr die Wahllokale in Österreich schließen, wird voraussichtlich auch der neue Bundeskanzler der Alpenrepublik feststehen: Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP werden gute Chancen eingeräumt, mit 31 Jahren jüngster Regierungschef Europas zu werden - möglicherweise in einer Koalition mit der rechtspopulistischen FPÖ. Deren Parteichef Heinz-Christian Strache stand in jungen Jahren der Neonaziszene nahe, was aber in der Alpenrepublik für viele keine Rolle zu spielen scheint. Straches FPÖ könnte sogar stärkste Partei werden: Mit einem aggressiven Wahlkampf, vor allem in den sozialen Medien, könnte er große Teile der noch Unentschiedenen in letzter Minute für sich gewinnen. Vorausgegangen ist der Nationalratswahl eine beispiellose Schlammschlacht: Den "Anti"-Wahlkampf der FPÖ gegen Ausländer, Zuwanderer und den Islam machte sich auch die ÖVP zu eigen mit ihrer Angstkampagne gegen Migranten. Wird es am Sonntag zu einem Rechtsruck in Österreich kommen? Der "Weltspiegel" berichtet live aus Wien. (Autoren: Michael Mandlik / Till Rüger / Darko Jakovljevic, ARD Wien)

USA: Terrorismus - auf dem rechten Auge blind? / Reverend Robert Doggart, eigentlich ein Mann Gottes, wurde Anfang des Jahres zu 22 Jahren Haft verurteilt, weil er nachgewiesenermaßen einen Terroranschlag auf die islamische Gemeinde Islamberg durchführen wollte. Nicht erst seit den Gewalttaten in Charlottesville entdeckt auch das Ausland: Die Vereinigten Staaten haben ein Problem mit Gewalt und Terror von Rechts. Islamberg, in der Nähe des Örtchens Hancock im Bundesstaat New York, wurde Ende der 80er Jahre als Zentrum der African American Muslims gegründet. Und gegen die machen die Rechten massiv Propaganda: Islamberg sei eine Terrorzelle, so der Vorwurf. Polizei, Terrorismusexperten und auch Bürger von Hancock widersprechen dem vehement. Im Internet läuft eine millionenschwere Kampagne gegen Islamberg - finanziert von der rechten Stiftung Clarion. Doch viele Menschen in Hancock protestieren dagegen und zeigen Solidarität mit den Muslimen in Islamberg. (Autor: Markus Schmidt, ARD New York)

Türkei: Fluchtpunkt Izmir / Banu Karagülle lebt in Izmir, der freiesten Stadt der Türkei, wie sie sagt. Dem zunehmend islamisch konservativen Istanbul hat sie den Rücken gekehrt. Izmir ist eine Hochburg der säkularen Kemalisten: Bilder von Republikgründer Atatürk, der hier vor hundert Jahren seine Revolution plante, sind noch immer allgegenwärtig. In Izmir demonstrieren einmal im Jahr Frauen mit einem großen Fahrradkorso, dass in der Küstenstadt ein freies und modernes Leben für Frauen in der Türkei noch möglich ist. In knappen Shorts, schulterfreien Tops, luftigen Sommerkleidern, ärmellos und ohne Kopftuch feiern sie hier eine Kleidungsfreiheit, die andernorts, wie in Istanbul, staatlichem und religiösem Druck bereits weichen musste. (Autor: Oliver Mayer-Rüth, ARD Istanbul)

Redaktion: Hilde Stadler

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