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Nach 10 Jahren positiver Entwicklung: Zahlungsmoral in Europa verbessert sich nicht weiter

Nach 10 Jahren positiver Entwicklung: Zahlungsmoral in Europa verbessert sich nicht weiter
Positives Fazit: 10 Jahre Europäische Zahlungsmoral. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/42902 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/EOS Holding GmbH"

Hamburg (ots) - Der europaweite Anteil an pünktlichen Zahlungseingängen steigt seit 2007 kontinuierlich an: Heute bezahlen 78 Prozent aller Kunden ihre Rechnungen innerhalb der vorgegebenen Frist. Der finanzielle Schaden für Unternehmen bleibt. 3 Prozent aller offenen Forderungen fallen aus, 19 Prozent der Rechnungen werden zu spät beglichen. Für die Zukunft erwartet ein Großteil der europäischen Unternehmen keine Verbesserung der Zahlungsmoral.

Die Zahlungsmoral in Europa pendelt sich aktuell auf einem Niveau von 78 Prozent an pünktlich bezahlten Rechnungen ein. Nach einer insgesamt positiven Entwicklung über die vergangenen zehn Jahre ist eine Stagnation der Zahlungsmoral bestätigt. Der Anteil an verspätet bezahlten (19 Prozent) und ausgefallenen Rechnungen (3 Prozent) verbessert sich seit 3 Jahren nicht oder nur minimal. Zu diesem Ergebnis kommt die im Auftrag der EOS Gruppe von dem unabhängigen Marktforschungsinstitut Kantar TNS durchgeführte Studie "Europäische Zahlungsgewohnheiten" 2017. An der in diesem Frühjahr zum zehnten Mal erfolgten Erhebung nahmen 3.200 Unternehmen aus 16 Ländern teil.

"Für Unternehmen sind Zahlungsausfälle von 3 Prozent mitunter sehr beunruhigend. Dahinter können Milliardenbeträge stecken, die den Firmen für die eigene Kostendeckung und darüber hinaus für Investitionen in ihre Zukunft fehlen", sagt Klaus Engberding, Vorsitzender der Geschäftsführung der EOS Gruppe. In Osteuropa liegt der Anteil unbezahlter Rechnungen sogar durchschnittlich bei 4 Prozent. Die schlechteste Zahlungsmoral herrscht in Griechenland, Russland, Rumänien, Bulgarien und der Slowakei (74 Prozent termingerechte Zahlungen). Unternehmen in Deutschland (83 Prozent) und der Schweiz (82 Prozent) verzeichnen am häufigsten einen rechtzeitigen Zahlungseingang.

Ausblick in die Zukunft trübt sich ein

Seit zehn Jahren nimmt die Zahlungsmoral in Europa kontinuierlich leicht zu. Für die Zukunft erwarten 77 Prozent der Unternehmen jedoch keinen Aufschwung mehr, das heißt die Zahlungsmoral bleibt gleich oder verschlechtert sich. Vor allem osteuropäische Unternehmen haben ihre positiven Erwartungen gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgeschraubt. Der größte Pessimismus herrscht in Russland. 30 Prozent der Firmen erwarten eine Verschlechterung der Zahlungsmoral. "Russland bewegt sich zwar dank des steigenden Ölpreises langsam aus der Rezession heraus. Strukturelle Reformen innerhalb des Landes sind aber weiter vonnöten, um die Wirtschaft zu stabilisieren", sagt Klaus Engberding. "Derartige Reformen sind bisher aber nicht in Sicht. Die Skepsis der Unternehmer ist verständlich." Auch in Großbritannien hat die negative Erwartungshaltung im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent zugenommen. "Vor dem Hintergrund des schwebenden Brexit-Verfahrens ist das nicht verwunderlich", kommentiert der CEO. Überraschender sei die Lage in Spanien. "Trotz kräftigen Wachstums geht jeder vierte Befragte weiterhin von einer abnehmenden Zahlungsmoral aus. Unternehmer sehen in dem Wirtschaftsaufschwung noch keine ausreichende Stabilität", meint Engberding.

Zehn Jahre "Europäische Zahlungsgewohnheiten"

Seit 2007 führt EOS die Studie zu Europäischen Zahlungsgewohnheiten durch. Gemeinsam mit unabhängigen Marktforschungsinstituten analysiert das Hamburger Unternehmen den Wirtschaftsraum Europa. Im Fokus stehen das Kundenzahlungsverhalten von Unternehmen mit einem durchschnittlichen Umsatz von 28 Mio. Euro und 180 Mitarbeitern. Gestartet mit der Betrachtung von vier Ländern baute EOS die Studie immer weiter aus. In diesem Jahr nahmen 16 Länder daran teil. "Die Erhebung ist sehr aufwendig. Wir führen in jedem Land 200 Interviews mit Entscheidern aus dem Bereich Forderungsmanagement", erklärt Mark Lammers, Associate Director Kantar TNS. "Mit dieser Methode werden bereits seit zehn Jahren hochwertige Daten gewonnen. Die Markteinschätzungen, die daraus abgeleitet werden können, haben eine hohe Aussagekraft", so Lammers weiter.

Details der Studienergebnisse schicken wir Ihnen gern auf Anfrage zu. Einfach eine E-Mail an presse@eos-solutions.com senden. Sie finden die Informationen der Studie auch im Internet: http://www.eos-solutions.com/zahlungsgewohnheiten2017

Die EOS Gruppe

Die EOS Gruppe ist einer der führenden internationalen Anbieter von individuellen Finanzdienstleistungen. Den Schwerpunkt bildet das Forderungsmanagement. Im Kern stehen dabei drei Geschäftsfelder: Treuhandinkasso, Forderungskauf und Business Process Outsourcing. Mit knapp 8.000 Mitarbeitern bietet EOS seinen rund 20.000 Kunden in 28 Ländern der Welt mit mehr als 60 Tochterunternehmen finanzielle Sicherheit durch maßgeschneiderte Services im B2C- und B2B-Bereich an. In einem internationalen Netzwerk von Partnerunternehmen verfügt die EOS Gruppe über Ressourcen in über 180 Ländern. Hauptzielbranchen sind Banken, Versorgungsunternehmen, der Telekommunikationsmarkt, die Öffentliche Hand, der Immobiliensektor, Distanzhandel sowie E-Commerce.

Weitere Informationen: www.eos-solutions.com.

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