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Weser-Kurier: Über das Auschwitz-Urteil schreibt Hans-Ulrich Brandt:

Bremen (ots)

Für Gerechtigkeit ist es nie zu spät - die Reaktionen auf das Urteil des Bundesgerichtshofs belegen das. Sowohl die als Nebenkläger in diesem Prozess aufgetretenen Überlebenden des KZ- und Vernichtungslagers Auschwitz als auch der Chefaufklärer für NS-Verbrechen, Jens Rommel, sprechen von "großer Erleichterung" und einem Urteil, das "Rechtsgeschichte geschrieben hat". Und in der Tat ist diese Entscheidung ein juristischer Meilenstein. Es revidiert die bisherige deutsche Rechtsprechung zu NS-Straftaten, weil jetzt endlich die Tatsache für eine Verurteilung ausreicht, Teil des perfiden NS-Vernichtungssystems gewesen zu sein, ohne selbst direkt einzelne Taten begangen zu haben. Es setzt außerdem ein klares Zeichen, dass alle, die in Auschwitz und anderswo mitgemacht haben, für diese unbeschreiblichen Verbrechen auch mitverantwortlich und mitschuldig sind. Ja, dieses Urteil kommt spät. Die meisten NS-Täter sind im juristischen Sinne, nicht im ethisch-moralischen, davongekommen. Für die noch lebenden Opfer und ihre Nachkommen besteht nun aber die Chance, wieder Vertrauen zu fassen in die deutsche Justiz. Und für künftige Völkermordprozesse sollte es ein Signal sein.

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